{"id":12079,"date":"2023-06-13T11:56:18","date_gmt":"2023-06-13T09:56:18","guid":{"rendered":"https:\/\/bymuseet.dev.kodeks.no\/?page_id=12079"},"modified":"2023-07-06T19:01:57","modified_gmt":"2023-07-06T17:01:57","slug":"besucherfuhrer-fur-hakonshallen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/besucherfuhrer-fur-hakonshallen\/","title":{"rendered":"Besucherf\u00fchrer f\u00fcr Hakonshallen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zur Geschichte der H\u00e5konshalle<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Kr\u00f6nung von H\u00e5kon H\u00e5konsson im Jahre 1247 musste das Fest in einem gro\u00dfen Bootshaus abgehalten werden, was einem K\u00f6nig nicht w\u00fcrdig war. Deshalb lie\u00df er zwischen 1247 und 1261 die Haakonshalle bauen. 1261 konnten dann Magnus Magnus \u00abGesetzesverbesserer\u201c Lagab\u00f8te und die d\u00e4nische Prinzessin hier die Hochzeit und Kr\u00f6nung feiern, wie es in der H\u00e1konar-Saga Gamla beschrieben ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die imposante Halle wurde als Festhalle und Repr\u00e4sentationsort f\u00fcr wichtige Ereignisse genutzt. Der urspr\u00fcngliche Haupteingang zur Halle war das Portal oben an der s\u00fcdlichen Giebelwand, von wo aus man direkt in den Festsaal in der dritten Etage eintrat. Wahrscheinlich gab es ein System von Treppen und \u00fcberdachten Umg\u00e4ngen aus Holz, \u00fcber die man von au\u00dfen zum Portal gelangte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelalter fanden hier zwei weiter k\u00f6nigliche Hochzeiten statt. 1281 heiratete Eirik Magnusson die Schottin Margrete Aleksandersdatter, 1293 dann Isabella Bruce, die ebenfalls aus Schottland stammte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 17. Jahrhundert hatte die Halle eine Zeitlang kein Dach, und in dieser Zeit wurden hier kleine H\u00fctten f\u00fcr Soldaten eingerichtet, die auf der Festung ihren Dienst versahen. Um etwa 1680 wurde die Halle als Milit\u00e4r-Proviant-Magazin eingerichtet. Diese Funktion rettete letztendlich die Halle, denn sie bekam ein neues Dach \u2013 zun\u00e4chst ein Walmdach, sp\u00e4ter dann ein Satteldach.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 10. Jahrhundert wurde die Halle vom P\u00e4dagogen Lyder Sagen und dem Kunstmaler J.C. Dahl wiederentdeckt, und in den 1880erJahren wurde sie Schritt f\u00fcr Schritt f\u00fcr Schritt wieder in das mittelalterliche Aussehen zur\u00fcckgef\u00fchrt. Von 1910 bis 1916 wurde das Innere vom K\u00fcnstler Gerhard Munthe reich dekoriert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Explosionsungl\u00fcck im Jahre 1944, als das Dach zusammenst\u00fcrzte und die ganze Einrichtung im Inneren verbrannte, wurde die Halle wieder saniert. 1961 waren diese Arbeiten abgeschlossen, s\u00e4mtliches Inventar und alle Holzkonstruktionen sind das Ergebnis dieses Wiederaufbaus. Die Dachkonstruktion ist typisch f\u00fcr das Mittelalter, es handelt sich um Kopien des Dachstuhls der Kirche von V\u00e6rnes in der Region Nord-Tr\u00f8ndelag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fenster und Blendarkaden an der Nordwand, die den k\u00f6niglichen Herrschersitz anzeigen, wurden auf der Grundlage arch\u00e4ologischer Funde rekonstruiert, und f\u00fcr die Fenster in der Westwand ist die Rekonstruktion gesichert. Im Gro\u00dfen und Ganzen steht das alte Mauerwerk bis kurz vor der Oberkante der Seitenmauern. Die Giebel mussten allerdings rekonstruiert werden, denn als die Halle noch Milit\u00e4r-Proviant-Magazin war, hatte es ein Walmdach. Die \u00e4u\u00dferen Treppengiebel wurden auf der Grundlage der \u00e4ltesten erhaltenen Abbildung von Bergen, dem Scholeus-Kupferstich von etwa 1580, rekonstruiert. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit einer Grundfl\u00e4che von 37 x 16,4 Meter und den drei Stockwerken ist die H\u00e5konshalle das gr\u00f6\u00dfte weltliche Bauwerk des Mittelalters, das bis heute erhalten ist. Sie wurde mit Bruchstein aus der Region erbaut, die Ecken, Portal- und Fenstereinfassungen sind aus Speckstein. Es ist anzunehmen, dass gotische Steinhallen in England Vorbild f\u00fcr die H\u00e5konshalle waren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute dient die Halle wieder als Festsaal zu wichtigen Anl\u00e4ssen und wird sehr gern f\u00fcr Konzerte genutzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber den Keller und die mittlere Etage<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelalter wurde der Keller als Lagerraum genutzt. Hier sieht man, dass der Fels in den Boden ragt. Hier gab es einen Lehmboden, und die einzige Lichtquelle waren die beiden Licht\u00f6ffnungen, die man an der Seitenwand erkennen kann. Im n\u00f6rdlichen Raum gab es mitten an der Querwand urspr\u00fcnglich einen Brunnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keller und mittlere Etage waren im Mittelalter komplett voneinander getrennt. Steht man im mittleren Raum und blickt die Wand hinauf, erkennt man grauen Speckstein, der herausragt. Hier befand sich das urspr\u00fcngliche Dach mit Balken und l\u00e4ngs verlaufenden Tr\u00e4gern, die auf den Specksteinpfeilern mitten im Raum ruhten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1266 wurde die Halle von einem gro\u00dfen Feuer stark zerst\u00f6rt. Danach begannen die Arbeiten an dem phantastischen Gew\u00f6lbedach aus Stein, das als Feuerschutz zwischen den Stockwerken dienen sollte. Sieh dir dieses Dach in aller Ruhe an und genie\u00dfe den Anblick dieser sehr sch\u00f6nen handwerklichen Arbeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit diesem neuen Gew\u00f6lbe verringerte sich die Raumh\u00f6he in der Zwischenetage, weshalb der Fu\u00dfboden etwas abgesenkt wurde. Wenn ihr die Wand etwas unterhalb des grauen Specksteins anseht, der das urspr\u00fcngliche Dach trug, erkennt ihr ein paar wei\u00dfe Auskragungen. Das war das Fundament f\u00fcr den neuen Fu\u00dfboden. Da der Keller Lager war, spielte die Raumh\u00f6he dort keine so wichtige Rolle \u2013 im Gegensatz zur Zwischenetage, die als Aufenthalts- und Arbeitsraum genutzt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sehr sch\u00f6nen Fensternischen in der Zwischenetage waren sicherlich Arbeitspl\u00e4tze, an denen das Tageslicht genutzt werden konnte. H\u00e5kon H\u00e5konssons Interesse galt unter anderem der \u00dcbersetzung h\u00f6fischer Literatur, w\u00e4hrend sein Sohn Magnus Lagab\u00f8te sehr viel an der Ausarbeitung von Gesetzen arbeitete. Aus seiner Feder stammen unter anderem das Landgesetz von 1274 und das Stadtgesetz von 1276.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe des 16. Jahrhunderts, als Bergenhus unter d\u00e4nischer Verwaltung lag, wurde die gesamte Halle in ein Milit\u00e4r-Proviant-Magazin verwandelt. So war in der alten K\u00f6nigshalle Platz unter anderem f\u00fcr 1000 F\u00e4sser Getreide und Kanonen. Je nach Bedarf wurden alte \u00d6ffnungen zugemauert und neue geschaffen. So wurde unter anderem mitten in der Westwand ein gro\u00dfes Tor ausgeschlagen, um Kanonen hineinrollen zu k\u00f6nnen, die hier eingelagert wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1840 wurde der mittlere Raum in den Kellern als Kirche f\u00fcr die Gefangenen eingerichtet, die in Slaveriet, \u00abder Sklaverei\u00bb, inhaftiert waren. Dies war eine seit 1739 bestehende Strafanstalt auf der Nordwestseite der H\u00e5konshalle. Zu diesem Zweck wurden zwei gro\u00dfe Fenster Richtung Hafenbecken ausgeschlagen. Spuren dieser Fenster kann man noch heute an der Au\u00dfenwand der Halle erkennen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tische und St\u00fchle, die hier stehen, sind denkmalgesch\u00fctzt und werden bei Veranstaltungen genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Textilien<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Textil auf dem Tisch des K\u00f6nigssitzes wurden von Synn\u00f8ve Aurdal gewebt. Hier wurden die gotischen Formen aus der Architektur der Halle eingearbeitet. Die Motive im Textil sollen den Kosmos, den Himmel mit G\u00f6ttern und K\u00f6nigen, Regen und Sterne, das Meer mit Booten und Steven und das Wachstum mit Pflanzen und Getreide darstellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fries und der Wandteppich, die die Ostwand ausf\u00fcllen, sind von Sigrun Berg gewebt. Das Fries zeigt den Primstab, den historischen Ewigkeitskalender, dessen Entstehung sehr weit in die Vergangenheit reicht. Er besteht aus 72 verschiedenen Zeichen, wird von links nach rechts gelesen, beginnt mit dem 14. April, dem ersten Sommertag, und f\u00fchrt durch das ganze Jahr. Der Wandteppich darunter kombiniert verschiedene Motive des Wachstums mit reinen geometrischen Mustern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Musikgalerie an der s\u00fcdlichen Giebelwand h\u00e4ngt ein von Synn\u00f8ve Aurdal gewebter Teppich. Sie hatte ihn auf der Grundlage von Zeichnungen ihres Mannes Ludvig Eikaas gewebt. Das Textil zeigt gro\u00dfe, boot\u00e4hnliche Figuren, die sich \u00fcberschneiden, womit eine Bewegung im Textil erreicht wird.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Willkommen in der H\u00e5konshallen. Hier ist ein kleiner Leitfaden f\u00fcr den Rundgang, der n\u00fctzlich ist, da es in der Halle keine Texte und Ausstellungen gibt.<\/p>","protected":false},"author":6,"featured_media":3427,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-12079","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12079"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12079\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bymuseet.no\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}